Meine "Radlerbiografie":

Schon mein Leben lang nutzte ich das Fahrrad für kurze Strecken. Schule, Einkauf, Freizeit. Aber Sport lag mir eher fern.

Ich fand es viel doller den Ullrichs, Armstrongs und Indurains beim Strampeln vor der Glotze bei Bier und Zigarette zuzusehen.

Dann kam Ende 2003 die große Liebe. Ihr zuliebe hörte ich mit dem Rauchen auf und immer wenn ich wieder Lust darauf hätte, schwang ich mich aufs Rad.

Wir führten damals eine Fernbeziehung und nach und nach schaffte ich es die Bahn immer weniger zu nutzen, erst Teilstrecken, dann die ganze Strecke von 50 km per Fahrrad zurückzulegen.

Ab und an fuhr ich auch mit dem Rad zur Arbeit und von 2004 bis 2007 steigerten sich die Radkilometer kontinuierlich von 1500 auf 5000 km pro Jahr.

Dann 2007 mein erstes Liverennen in Lorsch (siehe oben, mit dem späteren Sieger Bennatti in der Führung). Die Begeisterung schwappte über. Ein neues Tourenrad wurde gekauft und das alte Rennrad eines Kumpels nach dessen Schenkung wieder fit gemacht.

 

Der Anfang meiner "Karriere":

Ein Freund überredete mich im Winter 2007/2008 zu einem Triathlon:

"Du fährst doch öfters in der Gegend rum, läufst durch die Botanik, wenn du jetzt noch schwimmen lernst, dann kannst du bei uns an einem Triathlon teilnehmen.

Ich ließ mich überreden, wurde aber am Anfang von den Omas mit Blümchenbadekappe locker überholt. So konnte das nicht weiter gehen. Ich trat in den Schwimmverein Poseidon Worms ein und in der dortigen Masters- und Triathlonabteilung wurde ich auf Trab gebracht.

Im Sommer dann die ersten regionalen Sprinttriathlons.

Auf dem Bild mein erster Wettkampf im Lampertheim.

Im Spätsommer 2008 folgte dann die erste größere Tour. Am Rhein 500 km entlang von Worms nach Bonn und auf der anderen Seite wieder zurück.

Das Fieber der Fernfahrten hatte mich jetzt auch noch gepackt!

Im Herbst dann Beginn einer neuen Arbeitsstelle und die Entfernung ließ es zu, dass ich nun komplett auf das Rad umstieg. (7000 km im Jahr 2008)

Im Jahr 2009 folgten weitere Sprinttriathlons und viele Ausfahrten auf dem im Frühjahr neu gekauften Rennrad. Odenwald und Pfalz wurden immer mehr erkundet.

Im Juli dann die Begegnung mit dem Dalai Lama und dem folgenden Entschluss, dass mein Sport auch als Vegetarier möglich ist.

Im Herbst dann ein Highlight. Radurlaub auf Mallorca. Super!

Ich war völlig begeistert. Danach kam ich noch mehr in Fahrt, nahm gleich das Leihrad von der Insel als Trainingsrad mit nach Hause. Meine Frau staunte nicht schlecht über mein "kleines" Urlaubsmitbringsel.

Da stand für mich fest, ich will auch Radguide werden!

(9000 km im Jahr 2009)

2010 wurden meine Triathlons etwas größer, ich ging von nun an auch die olympische Distanz an. Als Training erfüllte ich mir einen Traum im Mai:

Zum 40. Geburtstag schenkte ich mir einen Urlaub. Per Rad den spanischen Teil des Camino de Santiago.1000 km alleine durch Spanien. Ein tolles Abenteuer!

Ich erzähle euch gerne mehr davon auf unseren gemeinsamen Touren.

Für den Camino lernte ich etwas spanisch. Nach Rückkehr behielt ich das bei, wollte ich doch Radguide auf Mallorca werden.

Im Winter folgte dann ein Praktikum in einem Fahrradladen, um Defekte selbst beheben zu können. (9000 km im Jahr 2010)

2011 wurde dann richtig wild.

Im April ging es in die Eifel, Mountainbiketraining. Technik und Tourenleitertipps.

Zum Training für die Triathlon-Saison beschloss ich dann im Juni Verwandte und Bekannte mit dem Rad zu besuchen. Allerdings wohnten die in Bayern, Österreich, Schwarzwald und Saarland.

So wurde es eine Tour mit 1400 km. Dafür gab es ein neues Tourenrad, das Alte vermachte ich meinem Vater, der mit seinen 84 Jahren immer noch mit mir bis zu 100 km langen Touren fährt und der mit seinem neuen Fahrrad sehr unzufrieden war. Nun fährt es das knallorange Diamondback XT und ich erfüllte mir einen Wunsch und sitze seitdem auf einem Campus mit Rohloff-Nabe.

Im Herbst 2011 dann nach Beendigung der Tria-Saison das nächste Highlight:

Das Mallorcarad durfte wieder reisen. Diesmal nach Korfu.

Im Urlaub 2010 stellte ich schon fest, dass die Insel noch viel heftiger bucklig als der Westen Mallorcas ist. Das wollte ich diesmal ausprobieren.

Ich quälte mich 400 km über die Insel. Hammerhart, da ist kein Kilometer flach! Ich habe mich spontan in die Insel verliebt.

Kurz vor dem Urlaub kam die Nachricht, dass die Besucherzahlen in Spanien rückläufig sind und ich 2012 nicht als Guide nach Spanien gehen kann.

Meinen Traum wollte ich aber nicht aufgeben. Darum habe ich auf Korfu Touren erarbeitet und möchte diese im Jahr 2012 anbieten.

Auf der Insel traf ich durch Zufall auf den Reiseveranstalter Corfelios, der noch zufälliger einen Radguide suchte und mich sogar haben wollte.

Der Wahnsinn!

Nun werdet ihr mich von Mai bis Oktober dort finden und wir können zusammen die schöne Insel genießen und uns die Berge "hochquälen".

Schaut mal auf die Seite von Corfelios, es ist für jeden etwas dabei.

Radeln, Wandern, Segeln, Surfen, Ballsport usw. oder einfach nur Urlaub machen! (10000 km im Jahr 2011)

2012 verspricht ein spannendes Jahr zu werden. Der milde Winter macht es möglich, dass sogar im Januar Rennradtouren möglich sind. Im Moment bin ich auch wieder etwas am pilgern (aber lokal in Rheinhessen), zu Fuß oder jetzt auch im Angebot: Eine schöne MBT-Tour auf den Pilgerwegen von Worms ins Zellertal. Natur pur! Es heißt fit bleiben für Korfu!

 

Nun ist auch der kalte Februar, der mich aber nicht stoppen konnte, überstanden. Der Frühling steht vor der Tür, einige Winterklamotten wurden schon verbannt. Ein Rennrad, Spiele und ein praller Seesack sind schon auf dem Weg nach Korfu.

Jetzt heißt es Kilometer sammeln und Natur genießen. Macht mit, ich mag nicht immer alleine durch die Gegend radeln!

Frühjahr 2012: Pünktlich zur neuen Saison gab es ein neues Outfit von meinem Verein Poseidon Worms. Sehr schick!

Korfu rückt näher, das Tourenangebot für Rheinhessen wird auch immer größer. Jetzt gibt es auch zur Abwechslung eine Pilgertour zu Fuß durch Rheinhessen!

Ab jetzt findet ihr meine Aktivitäten und mein Korfutagebuch unter "Alles über mich", "Tagebuch Korfu mai-Oktober 2012"

 

 

AIDA Luna
AIDA Luna

Dezember 2012: Das Jahr neigt sich dem Ende zu, im Moment sitze ich im Wormser Schneeregen (zum Glück durch eine Doppelglasscheibe getrennt) und fiebere der nächsten spannenden Etappe entgegen. Nach der Rückkehr aus Korfu, hieß es, einen Job für den Winter suchen. Da mich die Arbeitsagentur nur an Zeitarbeitsunternehmen in der Chemie "verkaufen" wollte, bat ich meine neuen Kontakte aus der Korfuzeit um Tipps. Marc empfiehl mir AIDA. Meine Bewerbung kam gut an und so verbrachte ich im November, das erste Mal in meinem Leben, 2 Tage in einem Assessment-Center, konnte überzeugen und bekam ein Angebot ab Ende Januar für das Rote Meer-Mittelmeer-Nordsee-Ostsee. Beim gespannten Warten auf den Vertrag überschlugen sich die Ereignisse. Durch einen Ausfall erhielt ich ein neues Angebot und nach langem Überlegen (15 Minuten) schlug ich zu! Nun seht ihr auf dem Bild meinen neuen Arbeitgeber, AIDAluna, mit der ich ab Weihnachten bis Mitte März in der Karibik unterwegs sein werde.

Wir ihr es kennt, als Bikeguide, auf Inseln, nur diesmal auf mehreren, mit den schönen Namen: Barbados, Tobago, Curacao, u.v.m..

Endlich wieder ins Warme! Freu!

Ab 16.12. findet ihr wieder ein Reisetagebuch von mir, unter "Alles über mich", "Tagebuch Karibik Dezember 2012 - März 2013"

(9000 km im Jahr 2012)

Posing auf Grenanda
Posing auf Grenanda

März 2013: Das Karibikabenteuer ist zu Ende. Eine tolle, aber auch harte Zeit. 3 Monate in einer 8 qm Kabine ohne Tageslicht und eine 7-Tagewoche sind kein Zuckerschlecken. Dafür entschädigten aber die Touren auf den tollen Inseln. Aber bevor ich mich wiederhole, könnt ich einfach mein Tagebuch lesen. Im Moment ist Zwischenpause in Deutschland angesagt. Wenn Wetter und Gesundheit stimmen, werde ich mich in 2 Wochen auf mein Rad setzen und Urlaub machen. Ich möchte nach Italien. Je nach Kondition und Zeit stehen 3 Ziele zur Auswahl. Venedig, Ancona oder Bari. Von dort verkehren jeweils Fähren nach Korfu. Dort werde ich am 27.4. erwartet. Also wenn ihr Lust auf Strandurlaub, Radtouren in Olivenhainen oder Wassersport habt, gebt Bescheid!

Eine "Cobra" auf Sithonia
Eine "Cobra" auf Sithonia

Juli 2013: Das Abenteuer war erfolgreich. In knapp 3 Wochen fuhr ich von Worms nach Brindisi (ich war zu früh in Bari). Eine schöne Tour, teils aber mit üblem Wetter, vor allem in den Alpen. Nix Panorama, Nebel, Schneeregen und Gegenwind. Nach 2100 km kam ich pünktlich per Fähre auf Korfu an und genieße seitdem das warme Wetter. Viele neue Routen wurden erkundet, zwischenzeitlich sogar auf dem griechischen Festland, auf Sithonia (dem Mittelfinger von Chalkidiki) und nun steckt Corfelios voll in der Hauptsaison. Mein Tagebuch findet ihr wieder unter der Rubrik "Alles über mich/ Tagebuch Korfu 2013"

Tschüß Korfu. Bis nächstes Jahr!
Tschüß Korfu. Bis nächstes Jahr!

November 2013: Morgen am 18.11. geht es wieder los zum nächsten Abenteuer. Mit AIDAvita auf die Kanaren und Kapverden.

Die Sommersaison war sehr erfolgreich und schön. Nun waren 3 Wochen Erholung und Organisatorisches in Deutschland angesagt.

Jetzt wird es wieder Zeit für Sonne, Meer und Radeln. ich habe Entzug!

Wie immer findet ihr auch für mein neues Abenteuer ein Tagebuch an bekannter Stelle!

In der Glashütte Steinkrug
In der Glashütte Steinkrug

April 2014: Nach meiner schönen Zeit auf dem Kreuzfahrtschiff, "überwinterte" ich in Evestorf bei Hannover. Das milde Wetter kam mir zu Gute und ich machte viel die Umgebung unsicher. Vor allem der Deister mit seinen vielen ruhigen Wegen und der dichte Wald hat es mir angetan. Und was es hier für Fahrradwege gibt! Da können sich viele Regionen ein Scheibchen abschneiden. Auch hier könnt ihr wieder Touren mit mir fahren, schaut mal ins Angebot!

Das Frühjahr nutzte ich auch zur Fortbildung. Auf Mallorca die Ausbildung zum Reiseleiter. Anschließend als Mountainbike-Guide und MTB-Trailscout in Winterberg. Danach stand dann Urlaub in Südfrankreich an nun geht es mit dem Flieger und Rad nach Thessaloniki. Von dort fahre ich wieder "mit dem Rad zur Arbeit" nach Korfu. Vorbei an Olymp, den Meteora-Klöstern, quer durchs griechische Bergland. Ab Mai findet ihr mich dann wieder auf Korfu! Nachtrag: 9500 Radkilometer in 2013

In der 7th Heaven Bar im Norden Korfus
In der 7th Heaven Bar im Norden Korfus

Oktober 2014: Die Saison auf Korfu neigt sich dem Ende zu. In 3 Wochen beginnt ein neues Abenteuer. Mit der AIDAaura quer durch die Welt. Von Korfu aus startet die große Fahrt über Italien, Kroatien, Kreta, durch den Suez-Kanal in den Oman, die vereinigten arabischen Emirate und dann nach Westindien. Yes! Radelfritz erkundet den Seeweg nach Indien.

Mal schauen, ob es dann auch in der Wüste regnet und die Scheichs mir die Füße küssen, denn meine ganze Saison war begleitet mit viel Wasser von oben und unzähligen dreckigen Fahrrädern. Aber so ist der Job nunmal. Dafür gab es keinen Sonnenbrand und wenig Hitzewellen, auch was Schönes!

Queen Charlotte Sound, Neuseeland Südinsel
Queen Charlotte Sound, Neuseeland Südinsel

März 2015: Die AIDA Tour liegt schon lange hinter mir. Viele neue Eindrücke, tolle Länder, aber wenig Fahrradtouren. Am Ende des Jahres waren es nur 7400 km.

Das sollte dieses Jahr anders werden. Im Februar ging es nach Neuseeland, Umrundung der Südinsel. Ein sehr schönes Erlebnis, ade Winterspeck und nach 2 Monaten schon 3000 km in den Beinen. Die Zeit bis Korfu überbrücke ich nun mit "normaler" Arbeit, da meine Trekking Tour in den Himalaya mangels Teilnehmer ausfiel. Vorteil: Den Arbeitsweg kann ich mit dem Rad fahren und so müssen sich alle Korfu-Urlauber in dieser Saison warm anziehen. Im Mai findet dort auch die erste komplette Fahrradwoche statt, Plätze sind noch frei!

Skywalk des Cabo Girao, Madeira
Skywalk des Cabo Girao, Madeira

Februar 2016: Nach der 4. Saison auf Korfu überwinterte ich mit AIDAsol auf den Kanaren und Madeira. Tolles Wetter und schöne Touren. Leider reichte es im Jahr 2015 auch nicht, um die 10000er Marke zu knacken, am Ende waren es 9500 km. 

Ich arbeite zu viel in bergigen Regionen und so habe ich beschlossen für dieses Jahr ebenfalls die Höhenmeter zu zählen. Das gibt bestimmt eine tolle Zahl.

Momentan sitze ich seit 2 Wochen im deutschen Schmuddelwetter und warte, bis ich wieder in die Wärme darf. In 2 Wochen geht es mit AIDAvita in die US-Südstaaten, Mexiko und Karibik. Schluss mit Frieren! Im Sommer findet ihr mich dann wieder auf Korfu!

Abwechslung: Paddeln zu den Nanas in Hannover
Abwechslung: Paddeln zu den Nanas in Hannover

November 2016:

Nach der 5. Korfu-Saison ging es auf Radreise Korfu-Lefkada-Korfu. Inzwischen immer dabei: Die Kamera, die mir mein Papa schenkte, da "man darin keinen Film einlegen kann". Er hatte mit seinen 89 Jahren die GoPro bei einem Preisauschreiben gewonnen. So gibt es nun auf You Tube auf meinem "Radelfritz"- Kanal die Erstlingswerke zu sehen.

Nun ist Entspannung in Deutschland angesagt. Radeln, Wandern, Klettern und Paddeln. Mitte Dezember geht es wieder aufs Schiff. Mit AIDAblu auf die Kanaren überwintern. Dort bleibe ich dann noch etwas länger und erkunde Gran Canaria per Bike und zu Fuß.

Urlaub auf Gran Canaria: Dünen von Maspalomas
Urlaub auf Gran Canaria: Dünen von Maspalomas

März 2017:

Der Winter ist überstanden, auch das Schmuddelwetter in Deutschland, es kann wieder geradelt werden. Ohne großen Radurlaub wurden es 2016 nur 7000 km per Fahrrad, dafür notierte ich erstmals die Höhenmeter, denn Bergaufmeter gibt es auf Korfu und den Kanaren reichlich zu sammeln. Davon hatte ich im letzten Jahr 93000 zu bieten. Nach 2 Monaten Kanaren per Schiff genieße ich Zeit mt der Familie, dabei viel Arbeit beim Umzug. Anschließend gönnte ich mir einen Radel-Kurzurlaub. In einem Tag von Hannover nach Hamburg und in 2 Etappen wieder zurück. Am 1. Tag meine größte Etappe jemals mit Gepäck. 180 km. So früh in der Saison quittierte dies allerdings mein Körper mit 2 Wochen Knieschmerz. Seit letzter Woche ist es definitiv: Auch 2017 bin ich wieder ab Mai auf Korfu für Corfelios unterwegs. Ich bin mehr als sonst vor Ort und fast meine ganze Familie kommt während der Saison zu Besuch. Auf ins 6. Jahr als Tourguide in Griechenland!


Eisiger Winter in Deutschland
Eisiger Winter in Deutschland

April 2018:

Auf geht es in die 7. Korfu-Saison! Leider werden es jedes Jahr weniger Kilometer, vor allem, weil ich den letzten Winter im Büro für Corfelios verbracht habe und nicht mehr auf Kreuzfahrtschiffen. Aber im November wurden davor nochmal Höhenmeter auf Gran Canaria gesammelt und am Jahresende standen 6500 km bei 95000 Höhenmetern. Das werde ich 2018 nach 4 Monaten im Büro nicht schaffen, aber ich gebe mir Mühe. Im Frühjahr diesmal keine Gewalttouren und so konnte ich unverletzt wieder nach Korfu reisen, wo ihr mich jetzt wieder bis Oktober auf dem Rad findet.

Felsenküste der Algarve
Felsenküste der Algarve

April 2019:

Es werden immer weniger Kilometer! Furchtbar. Im Jahr 2018 waren es 6200, bei 88000 Höhenmeter. Aber das war nach einem Winter im Büro nicht anders zu erwarten.Leider kam dann auch im Sommer das Aus meines langjährigen Arbeitgebers Corfelios Reisen und so bin ich nun für Velotrek am Start. Den Winter überbrückte ich wieder mit AIDA auf Kanaren/Kapverden und Azoren. Im März gab es wieder ein Trainingslager im Norden Gran Canarias, allerdings sehr feucht. Nun noch ein Kurzurlaub an der Algarve, dann geht es in die erste Reiseleitersaison bei Velotrek!

Saisonstart in Las Palmas (Drehort von D. Mc Ascills Cascadia)
Saisonstart in Las Palmas (Drehort von D. Mc Ascills Cascadia)

April 2020:

Im Jahr 2019 blieben die Kilometer mit 6200 gleich, die Höhenmeter wurden mit 91000 etwas mehr. Allerdings sind es immer mehr Schummelkilometer, da meine Arbeitgeber immer mehr E-Bike-Touren anbieten. Nach 6 Monaten mit Velotrek in Portugal, Italien und Griechenland war wieder AIDA angesagt. Diesmal "nur" Kanaren, da ich kurzfristig von der Vorjahresroute und dem kleinsten Schiff, auf den größten Kutter umgeroutet wurde.

Dann wieder das traditionelle (auch nasse) Trainingslager in Gran Canaria und plötzlich mittendrin im Lockdown der Welt. Nun liegt der Tourismus am Boden und so musste ich schweren Herzens die 2. Saison bei Velotrek absagen. Durch einen glücklichen Zufall habe ich nun ab Mai eine neue Arbeitsstelle: Als Fahrradverkäufer bei Kelpe Bikes in Alfeld.

Auf dem Pico de las Nieves 1949 hm, Gran Canaria
Auf dem Pico de las Nieves 1949 hm, Gran Canaria

02.04.2021:

Schon wieder ist ein Jahr vergangen. Corona hat die Welt fest im Griff und der Tourismus wurde abgeschafft. So bin ich weiterhin im Verkauf von Fahrrädern tätig.

2x konnte ich jedoch noch reisen, im Sommer nach Korfu, um meine Wanderwochen anzubieten und im Dezember nach Gran Canaria. Dort erlebte ich 2 traumhafte Wochen, mit schwimmen, wandern und radeln. Im sonnigen Süden der Insel genoss ich in vollen Zügen und konnte mir endlich einen Traum erfüllen. Per Rad auf den höchsten Berg der Insel. 2200 hm standen am Ende auf dem Navi.

Durch viele Strecken per Rad zur Arbeit kamen endlich mal wieder Kilometer zusammen. 8400 im Jahr 2020, die Höhenmeter sanken natürlich, auf 72000.

Ob dieses Jahr Reisen möglich sind weiß ich nicht. Um autark zu sein und Natur zu genießen, habe ich mir einen Camper angeschafft und werde im Sommerhalbjahr an einem schönen See campen. Hoffentlich geht der Spuk hier bald vorbei!

03.01.2022:

Tschaka! Es ist vollbracht: 10000 Kilometer im letzten Jahr! Bei 87000 Höhenmetern. Das war schon seit 2010 der Plan, die geschriebenen 10000 im Jahr 2011 waren aufgerundet, exakt fehlten damals genau 35 km.

Diesmal waren es exakt 10200 km. Allerdings nur mit elektrischer Unterstützung. Ging nicht anders mit dem täglichen Arbeitsweg zu vereinigen. Die Zeitersparnis, Pünktlichkeit und Arbeitsfähigkeit (anstatt hechelnd unterm Schreibtisch zu liegen) standen im Vordergrund. Hierfür wurden das Leinebergland und Calenberger Land ausgiebig unter die Räder genommen.

Im Sommer fuhr ich zum 94. Geburtstag meines Papas nach Frankfurt und zurück. Auch hier dankten mir meine Knie und knappe Urlaubszeit die Verwendung des E-Bikes. Mit Ende meines Vertrages als Fahrradverkäufer endeten auch die vielen Kilometer. 2022 befinden sich die Räder am Wohnmobil und lassen sich viel fahren, anstatt gefahren zu werden. Aber das wird sich mit Beginn der Tourismussaison auch wieder ändern.

Dezember 2022:

Der Tourismus läuft wieder! Eine schöne Fahrradsaison mit Velotrek liegt hinter mir. Ansonsten waren die Fahrräder viel am Stehen, da ich oft per Wohnmobil und zu Fuß unterwegs war.

Den letzten Winter verbrachte ich in Spanien und dort gab es auch unerwarteten Zuwachs. Seitdem bin ich mit meinem Minihund Copper unterwegs. Er fährt zwar gerne Rad, aber bei Velotrek ist auch viel Busfahren angesagt und so halbierten sich die Fahrradkilometer auf 5100, bei 70000 Höhenmetern. Zurück in Deutschland, wurde es mir schnell zu kalt und so geht es nun wieder Richtung Süden. Wie letzten Winter werde ich in Spanien mit Tieren karitativ arbeiten und anschließend langsam Richtung Griechenland fahren, um wieder für Velotrek zu radeln.

Dezember 2023

Und wieder ist ein schöner Sommer auf den Kykladen schnell vorbei. Endlich wieder frei von Corona-Zwängen. In der dritten Saison für Velotrek ging es radelnd über die Inseln der Ägäis. Mit Hund und immer öfters mit E-Bikes. Zuvor fuhr und arbeitete ich in Spanien, in der Sommerpause auf Korfu und im November blieb das Rad wegen Eis und Schnee meist in der Garage. Dennoch kamen 6200 km und 89000 Höhenmeter zusammen.

Darum wieder schnell ab in den Süden. Überwintern in Spanien und im Jahr 2024 wieder Radeln auf den Kykladen sowie Wandern auf Korfu. Wo ist die Sonne und und die Wärme?